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Klngel in der BLM
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  eckberk
Grner geht nicht
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BeitragVerfasst am: Samstag, 16.05.2009, 14:15 
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SDDEUTSCHE ZEITUNG, 16.05.2009 13:58 Uhr

Auszge:

Fragwrdige Geschfte im TV
Doktor Rings gesammeltes Schweigen

(...)
Die Bayerische Landeszentrale fr neue Medien (BLM) (...) ist eigentlich fr einen ordentlichen Fernsehkrimi nicht der richtige Tatort.
(...)
Und auch Dr. Wolf-Dieter Ring, der Prsident der BLM, wre vermutlich die falsche Besetzung fr einen TV-Krimi. Er wirkt sehr seris, aber auch etwas bieder, und nur die lteren wissen, dass er als Medienreferent bei Franz Josef Strau das Handwerk gelernt hat.
(...)
Seit gut zwei Jahrzehnten fhrt (...) Ring jetzt schon die Landeszentrale und ausgerechnet in seiner vermutlich letzten Amtsperiode bricht eine Affre auf, die sehr unappetitlich und unendlich verwickelt ist und den Geruch der alten Amigo-Geschichten hat.
(...)
Hat die BLM ihrem frheren Medienratschef, dem CSU-Politiker Klaus Kopka, ein Strafverfahren, womglich sogar eine Anklage erspart?
(...)
Sogar die Staatskanzlei, die Regierungszentrale von Ministerprsident Horst Seehofer, ist alarmiert und verlangt Aufklrung.
(...)
Erst jetzt, nachdem der Fall in der Sddeutschen Zeitung stand, leitete die BLM eine Untersuchung ein. Das Ergebnis ist alarmierend. Der erste Anschein spreche dafr, dass der "Straftatbestand der Vorteilsgewhrung" erfllt sei, heit es in einer Vorlage der BLM fr den Medienrat.
(...)
Und wieder geht es um viel Geld.
Der Sddeutschen Zeitung liegen mehr als 100 Rechnungen allein aus den Jahren 2008 und 2009 fr TV-Beitrge und Internetfilme vor, aus denen sich der Verdacht der systematischen Schleichwerbung im Bayern Journal ergibt.

Zur Kasse gebeten wurden Pharmafirmen, Kliniken, Banken, Autokonzerne und andere Unternehmen. (...)
Geschrieben wurden die Rechnungen vor allem von der Firma World Com in Leipzig, die sich ber eine gleichnamige Treuhandfirma in Sdafrika im Besitz von Camp TV befinden soll. Wurden auf diese Weise etwa illegal erwirtschaftete Gewinne gewaschen?

Das trbe Treiben reicht bis in die jngere Vergangenheit. Am 29. Januar 2009 berechnete die Leipziger Firma Worldcom einer Direkt-Bank aus dem Ruhrgebiet 14.280 Euro fr das Projekt "Televideo Wirtschaft". Das Projekt beinhaltete laut einer vorherigen E-Mail von World Com an die Bank unter anderem die "Produktion einer TV-Talkrunde fr das Wirtschaftsmagazin im Bayern Journal auf Sat 1".
Teilnehmer: ein Vorstand der Direkt-Bank. An den 15 darauffolgenden Samstagen sollten Werbespots geschaltet werden. Das erziele eine "hohe Nachhaltigkeit der TV-Talkrunde". Solche Rechnungen und E-Mails gibt es auch in anderen Fllen.

Die Presse hat schon in den 90er Jahren wiederholt ber Schleichwerbung im Bayern Journal berichtet, doch die BLM griff nicht durch. Das sei nicht mglich gewesen, weil der Landeszentrale die Belege gefehlt htten, sagt deren Prsident Ring heute.

Besonders ausgeprgt war der Wille freilich nicht, diesen Dingen nachzugehen. 1997 notierte die BLM, man setze vor allem auf den "Dialog" mit den Privatsendern und betrachtete es als "medienpolitisch nicht sinnvoll", Schleichwerbung zum Bugeldtatbestand zu erheben.
(...)
Ein dicker Fragenkatalog
Schneider (Vertreter der Staatsregierung im Medienrat, Staatskanzleiminister Siegfried Schneider) hat der BLM diese Woche einen umfangreichen Fragenkatalog zu Camp TV und den Kopka-Krediten prsentiert. Bei einer Sondersitzung des Medienrats am 26. Mai sollen die Antworten vorliegen.
(...)
Die Frage ist, ob Verantwortliche in der BLM weggeschaut haben und ob einer sogar die Hand aufgehalten hat.
(...)
Die Sendelizenz fr Camp TV und das Bayern Journal soll, anders als krzlich noch geplant, doch nicht verlngert werden. Pltzlich werden neue Verdachtsflle von Schleichwerbung geprft. (...)

http://www.sueddeutsche.de/bayern/219/468782/text/



"37 Prozent aller Mnner tuschen beim Onanieren den Orgasmus nur vor"
(Schlagzeile einer englischen Boulevard-Zeitung)

"Hallchen! Wer ist denn am Telefnchen??"
(FDW Lbling)

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  eckberk
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BeitragVerfasst am: Sonntag, 17.05.2009, 00:20 
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Die Einschlge kommen nher...

FRANKENPOST, 15.05.2009 00:00
Druck auf die Medienrte wchst
(...) sollen weitere hochrangige Personen Geld bekommen haben.

(...) geraten die Spitzen der Landeszentrale fr Neue Medien (BLM) und ihres Medienrates weiter unter Druck.
(...)
Zudem muss die BLM bis zum 26. Mai einen umfassenden Fragenkatalog zu der Thematik beantworten. "Der Medienrat ist an der restlosen Aufklrung dieser Sache interessiert", erklrte Staatskanzleichef Siegfried Schneider (CSU) in seiner Funktion als bayerischer Medienminister.

Brisant ist die Angelegenheit deshalb, weil Burkeis Kompagnon beim Sender CampTV, Ralph Piller, der BLM inzwischen umfangreiches Material aus Burkeis Archiven zur Verfgung gestellt hat.
(...)
Angeblich soll Burkei neben Kopka auch andere hochrangige Persnlichkeiten mit Privatkrediten gesponsort haben.
(...)
Ring rechtfertigte sein Schweigen formaljuristisch damit, dass er zu einer Verffentlichung nicht verpflichtet gewesen sei.


http://www.frankenpost.de/nachrichten/regional/bayerntitelseite/art2445,1014096



"37 Prozent aller Mnner tuschen beim Onanieren den Orgasmus nur vor"
(Schlagzeile einer englischen Boulevard-Zeitung)

"Hallchen! Wer ist denn am Telefnchen??"
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  Twipsy
Legende
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BeitragVerfasst am: Sonntag, 17.05.2009, 10:42 
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Das alles mag fr viele uninteressant sein, wer schaut schon das bayerische Regionalfernsehen? Doch wenn Ring fllt und die BLM mal grndlich durchforscht wird, knnte es sein, dass einige andere Dominosteine fallen, die jetzt noch frhlich vor sich hin senden. Was diesem Forum durchaus einen Riesenerfolg bescheren knnte.
AUSGEZEICHNET



"Die Medienlandschaft ist schnelllebig. Einfluss auf ihre Gestaltung haben auch die Entscheidungen der BLM."
"'Die Geschichte ist eine Geschichte der Sieger'
sagt das Mammut zum Sbelzahntiger" (Rainald Grebe)
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  eckberk
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Alter: 72
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Beitrge: 4057
Wohnort: jetzt Berlin
BeitragVerfasst am: Sonntag, 17.05.2009, 13:25 
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« Twipsy » hat Folgendes geschrieben:
Das alles mag fr viele uninteressant sein, wer schaut schon das bayerische Regionalfernsehen? (...)

Wieso (nur) Regional-?? Rolling Eyes
Die Bayrische Landesmedienanstalt BLM ist fr viele bundesweite Privat-Programme zustndig. Vgl website der BLM:

PROGRAMMAUFSICHT
Die Programmverantwortung und - aufsicht der BLM umfasst alle von ihr genehmigten lokalen, landesweiten und bundesweiten Radio- und Fernsehprogramme.

berprft werden alle bei der BLM zugelassenen Sender (siehe TV-Programme); tgliche Sendezeit: ca. 553 Stunden

30 % der privaten Fernsehsender in Deutschland sind in Bayern ansssig, darunter zahlreiche bundesweite Fernsehveranstalter (...) Die Pay-TV-Plattformen Premiere und Kabel Deutschland haben ihren Sitz ebenfalls in Mnchen. Insgesamt sind rund 90 von der BLM zugelassene TV-Angebote auf Sendung.
(...)
Als bundesweite Fernsehsender hat die BLM zugelassen:
9 Live
Kabel 1
DSF
N24
Tele 5

Anixe SD
DAF (Deutsches Anleger Fernsehen)
UProm.TV

Usw.
-------------------------------------------------
brigens kommt in Bayern noch eine Besonderheit hinzu:
Aufgrund Art. 111a der Bayerischen Landesverfassung gibt es hier keine Privatsender als Veranstalter:

BV,. Artikel 111a
(...)
(2) Rundfunk wird in ffentlicher Verantwortung und in ffentlich-rechtlicher Trgerschaft betrieben.


Dh: Rundfunk in Bayern darf nur "in ffentlicher Verantwortung und in ffentlich-rechtlicher Trgerschaft" betrieben" werden.

Als Veranstalter der privaten Rundfunkangebote tritt die ffentlich-rechtlich organisierte Bayerische Landeszentrale fr neue Medien (BLM) auf, und die lsst sich dann durch 9L, Sat.1 usw Programme "zuliefern".

Dh: Herr Ring und seine BLM sind offiziell die Veranstalter von 9Live, Sat.1, DSF, usw usw.



"37 Prozent aller Mnner tuschen beim Onanieren den Orgasmus nur vor"
(Schlagzeile einer englischen Boulevard-Zeitung)

"Hallchen! Wer ist denn am Telefnchen??"
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Zuletzt bearbeitet von eckberk am Sonntag, 17.05.2009, 16:55, insgesamt einmal bearbeitet
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  byteridr
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Beitrge: 3774
Wohnort: Sachsen
BeitragVerfasst am: Sonntag, 17.05.2009, 14:45 
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Zitat:
Dh: Herr Ring und seine BLM sind offiziell die Veranstalter von 9Live, Sat.1, DSF, usw usw.

Das wirft ja ein ganz neues Licht auf die Sache.
Da ist es ja kein Wunder, dass die Regeln so lasch formuliert werden.
Ich wrde mir als Veranstalter ja auch nicht so harte Regeln vorschreiben.
Ist das denn denn eigentlich erlaubt, dass sich ein Veranstalter selbst die Regeln vorschreiben soll?



Mein youtube Kanal https://www.youtube.com/channel/UCd6dL8n-EztxnRT-KxF1Spw
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  Nebelspalter
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Wohnort: Schweiz
BeitragVerfasst am: Sonntag, 17.05.2009, 14:57 
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« byteridr » hat Folgendes geschrieben:

Ist das denn denn eigentlich erlaubt, dass sich ein Veranstalter selbst die Regeln vorschreiben soll?


Das ist die Medienstandort Bayern Quizpreisfrage.....
Und die ist Millionenschwer politisch belastet Cool

So schnell ndert sich da gar nichts.



Ein Groteil der Sendestrecken im Privatfernsehen wird inzwischen gefllt von schlechtausgebildeten Trickbetrgern und mig begabten Htchenspielern, die auf der Strae keine zehn Minuten berstehen wrden, ohne verhaftet oder von der Kundschaft niedergeschlagen zu werden.
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  eckberk
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Alter: 72
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Beitrge: 4057
Wohnort: jetzt Berlin
BeitragVerfasst am: Sonntag, 17.05.2009, 16:36 
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« byteridr » hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Dh: Herr Ring und seine BLM sind offiziell die Veranstalter von 9Live, Sat.1, DSF, usw usw.
(...)
Ist das denn denn eigentlich erlaubt, dass sich ein Veranstalter selbst die Regeln vorschreiben soll?

Das hat historische Grnde.
-1972 wollte die bayerische Landesregierung das Tor ffnen fr private Rundfunk-Veranstalter, weil die CSU meinte, alle ARD-Sender (inklusive Bayerischer Rundfunk) wren "Rotfunk".

-Gegen die geplante ffnung fr Private gab es groe Brgerinitiativen (natrlich untersttzt von den damaligen Oppositionsparteien, Gewerkschaften usw).

-Gegen den Willen der Landesregierung gab es ein Volksbegehren und einen Volksentscheid. Im Volksentscheid stimmten rund 87 Prozent gegen privaten Rundfunk.

-Die Landesregierung mute den neuen Artikel 111a in die Bayerische Verfassung aufnehmen: Rundfunk in Bayern darf nur ffentlich-rechtlich sein.

-Daraufhin wurde ein paar Jahre spter die BLM gegrndet (als ffentlich-rechtliche Anstalt wie der Bayerische Rundfunk).

-Sie ist ffentlich-rechtlicher Veranstalter von Privatrundfunk-Programmen (um der Verfassung und dem Volksentscheid Genge zu tun).

-Die "ffentlich-rechtliche" BLM beauftragt dann irgendwelche Firmen (wie 9Live, Sat1 etc), Programme zuzuliefern. Damit ist der Verfassung genge getan, aber der eigentliche Sinn des Volksentscheids wurde in sein Gegenteil verkehrt.

vgl dazu wikipedia:
Aufgrund einer Regelung in der bayerischen Verfassung (Artikel 111a), nach der privater Rundfunk nur in ffentlich-rechtlicher Trgerschaft veranstaltet werden darf, ist die BLM faktisch die Veranstalterin aller bayerischen Rundfunkprogramme. Die BLM schliet im Zuge einer Lizenzierung daher mit den Programmanbietern rechtlich gesehen einen Anbietervertrag ab. Dies unterscheidet die Programmanbieter in Bayern (...) von den Rundfunkveranstaltern (Radio und Fernsehen) in anderen Bundeslndern...



"37 Prozent aller Mnner tuschen beim Onanieren den Orgasmus nur vor"
(Schlagzeile einer englischen Boulevard-Zeitung)

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  eckberk
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BeitragVerfasst am: Dienstag, 19.05.2009, 21:31 
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Wier schon mal gesagt, die Einschlge kommen nher:

JURABLOG, Tuesday, May 19, 2009, Auszge:

Aus der wunderbaren Welt der deutschen Medienanstalten

Die deutsche Rundfunkregulierung ist eine Wunderwelt von Anstalten, gemeinsamen Stellen, Kommissionen, Direktorenkonferenzen, Beauftragten und manchen anderen Blten fderaler Organisationskunst. Dazu kommt dann noch die Parallelwelt der Gremien, Konferenzen und Rte der ffentlich-rechtlichen Anstalten. (...)

Alle Medienanstalten sind bekannt staatsfern und unabhngig Rolling Eyes , auch wenn - natrlich ganz zufllig - so manche Prsidenten oder Direktoren frher in den Staats- bzw. Senatskanzleien ttig waren (zB Ring, Langheinrich, Hege, Schneider, etc.).

Wie weit die Unabhngigkeit in der Praxis wirklich geht, wird derzeit am Fall der Bayerischen Landeszentrale fr Neue Medien (BLM) in den Zeitungen aufgerollt, zB unter der Headline "Korruption bei bayrischer Medienaufsicht" in der taz oder unter "Fragwrdige Geschfte im TV" bei der Sueddeutschen. (...).

Der Vorsitzende des Medienrates der BLM selbst zitiert in seinem Bericht an den Medienrat - auch wenn es ihm eingestandenermaen "nicht leicht fllt" - weitere Schlagzeilen, zB "Die Spezln aus dem Mediensumpf", "CSU-Filz in Reinkultur" oder "Heuchelei in hchsten Kreisen".

In der Sache selbst geht es - knapp zusammengefasst - um Darlehen, die der ehemalige Vorsitzende des Medienrates (bzw seine Lebensgefhrtin) von einem Unternehmer erhalten hat, der wiederum wesentlich am - von der Genehmigung der BLM abhngigen - Veranstalter des "Bayern Journal" auf Sat 1 und RTL beteiligt war.

Allein schon die Pressemitteilungen der BLM selbst (mit Titeln wie: "BLM-Prsident Ring ist seiner Informationspflicht gegenber den Organen der BLM nachgekommen" oder "Vorwrfe, dass die BLM ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkomme, gehen an den Tatsachen vorbei") bieten ein echtes Sittenbild bayerischer Medienregulierung, gemeinsam natrlich mit dem Bericht des Vorsitzenden und vor allem auch dem Bericht des Prsidenten der BLM.

Dieser gesteht ein, "ungeachtet juristischer Implikationen" den Vorgang "als politisch brisant eingestuft" zu haben - und dann "die grten Anstrengungen auf die Ordnung der Zukunft" (heit: nicht auf die Aufklrung des Geschehenen) verwendet zu haben.

Womit sich die Medienanstalten sonst noch so beschftigen, zeigt ein zweites aktuelles Sittenbild: die Regulierung von "Call-In TV".

Schon vor etwas zwei Jahren bedauerte der damalige Vorsitzende der "Gemeinsamen Stelle Programm, Werbung, Medienkompetenz der Landesmedienanstalten", dass es bei der Prfung der Spiele "um hchst komplexe Sachverhalte" gehe, und dass ein Gesetz notwendig wre, um dagegen vorgehen zu knnen.

Auch und insbesondere die BLM, in deren Aufsichtsbereich einige der aktivsten Call-In-Anbieter ttig sind, konnte zu ihrem groen Bedauern leider nichts unternehmen, jedenfalls nicht vor dem Inkrafttreten der "Gewinnspielsatzung" (...)

Und jetzt, wo die Gewinnspielsatzung ein paar Monate in Kraft ist: kann man leider auch nicht viel machen, zumindest bei den Geldbuen. Was man natrlich schon kann: weiter beobachten! Und zum Zuschauen wird Fernsehen ja gemacht.


http://www.jurablogs.com/de/aus-der-wunderbaren-welt-der-deutschen-medienanstalten

http://lehofer.at/blog/2009/05/aus-der-wunderbaren-welt-der-deutschen.html



"37 Prozent aller Mnner tuschen beim Onanieren den Orgasmus nur vor"
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  eckberk
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BeitragVerfasst am: Freitag, 22.05.2009, 20:33 
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NDR, "ZAPP", 20.05.2009 23:19 Uhr
Auszge:

Amigo-Affaire: Neue Enthllungen ber bayerische Medienkontrolleure

Anmoderation:
Schleichwerbung und Bezahlte Beitrge. Eigentlich sind die Landesmedienanstalten dafr verantwortlich, dass die nicht ins Programm der Privaten kommen. In Bayern aber scheinen seit Jahren andere Gesetze zu gelten. Zwischen den Spitzen der Landesmedienanstalt und der Produktionsfirma Camp TV ist Geld geflossen. Ein privates Darlehen. Natrlich sollte das geheim bleiben, doch weil Journalisten etwas genauer hingesehen haben, ist die Sache aufgeflogen. (...)

Beitragstext:
(...) Eine Affre erschttert die Bayrische Landesmedienzentrale. Die Spitze des Hauses ist verwickelt.
(...)
Peu à peu wird jetzt klar, welche Geschfte die hohen Herren sechs Jahre verschwiegen haben.
(...)
"Heuchelei in hchsten Kreisen"
Sie wussten von alldem schon lange. Doch der Prsident der Landesmedienzentrale hat seit 2003 geschwiegen
(...)
Viele Medienrte sind nur deshalb im Bilde, weil Journalisten das sagen, was hier offenbar niemand wissen sollte.
(...)
Fr Prsident Ring war die Sache mit dem Darlehen damals nicht wichtig, eine Privatangelegenheit sei das gewesen. Nun pltzlich ndert er seine Version: Er habe nmlich Klaus Kopka schon 2003 wegen der Darlehen zur Rede gestellt und ihn berzeugt, den Vorsitz im Medienrat abzugeben.
(...)
Die Affre hat alles, was eine gute Affre braucht: Gegenseitige Vorwrfe, undurchsichtige Geldgeschfte und Kritik an einzelnen Journalisten, die zu genau hinsehen.
(...)
Offensichtlich schafft es die Landesmedienzentrale nicht, den privaten Rundfunk erfolgreich zu kontrollieren.

Die Firma Camp TV produziert das regionale Fenster von RTL und Sat.1 in Bayern. Seit Jahren wird ihr Schleichwerbung vorgeworfen. Der Verdacht wiegt schwer: Konnten Unternehmen sich journalistische Berichte und Sendezeit im Bayernjournal fr einige Tausend Euro kaufen? Vertrge die Zapp vorliegen, legen das nahe. Noch in diesem Jahr bezahlten Unternehmen offenbar die "Herstellung sendefhiger TV-Beitrge" fr die "Sendung: Bayern Journal" auf RTL: 11.500 Euro. In E-Mails stehen Einzelheiten, etwa zu einer Talkrunde im Bayern Journal. (Auszug:)

"Teilnehmer der Studiorunde: 1 Experte zum Thema (neutraler Arzt) – wird von Ihnen gestellt."
(...)
Armutserklrung der Medienaufsicht
Siegfried Schneider, CSU, Staatsminister und Medienrat: "Wenn es tatschlich so wre, dass jemand im Medienbereich, im Besitz von Unterlagen ist, die nachweisen, dass Gelder geflossen sind; wenn der im Besitz ist von Vertrgen, die nachweisen, dass hier Zusammenhnge sind, dann muss dies auch dem Medienrat zur Verfgung gestellt werden.
(...)
Klaus Ott, Redakteur "Sddeutsche Zeitung": "Das ist eigentlich eine Armutserklrung der Medienaufsicht, weil die Medienaufsicht muss selber versuchen, mit dem vorhandenen Instrumentarium diese Dinge aufzuklren. Oder wenn diese Instrumente, die vorhanden sind, nicht ausreichen, dann muss eben die Medienaufsicht zum Gesetzgeber, zum Landtag gehen und sagen: ‚Wir brauchen mehr Kontrollmglichkeiten. Die bisherigen Mglichkeiten reichen nicht.’"
(...)

Moral in Mnchen
(...) Ob BLM-Prsident Ring etwas verheimlicht und was Klaus Kopka wei: Alle wollen ihre Hnde in Unschuld waschen. (...)


http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/film_fernsehen/landesmedienanstalt102.html



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  eckberk
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BeitragVerfasst am: Montag, 25.05.2009, 23:58 
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AUGSBURGER ALLGEMEINE, 25.05.2009 (Auszge):

Kreditaffre
Medienaufsicht im Zwielicht
(...) auch Staatskanzleichef Siegfried Schneider (CSU) kndigt weitere Nachfragen an.

Der 48 Seiten starke Bericht der BLM-Geschftsfhrung, der unserer Zeitung bereits vorliegt, drfte in der heutigen (26.5.) Sondersitzung des Medienrats erneut fr lebhafte Debatten sorgen.

(...) die Geschftsfhrung der BLM offenbar "keine Veranlassung" gesehen hat, nach Bekanntwerden der Darlehen im Frhsommer 2003 von sich aus weitere Untersuchungen einzuleiten.
(...)

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Startseite/Artikel,-Medienaufsicht-im-Zwielicht-_arid,1618478_regid,2_puid,2_pageid,4288.html

-----------

BAYERISCHER LANDTAG, TAGESORDNUNG:
Mittwoch, 27. Mai 2009

-Dringlichkeitsantrag (B’90/Grne): Verflechtungen zwischen BLM und Medienunternehmen - Drs. 16/1261 –

-Dringlichkeitsantrag (SPD): Korruptionsprvention im Bereich der Medienaufsicht des privaten Rundfunks in Bayern - Drs. 16/1274 –

-Informationsgesprch mit dem Prsidenten der Bayer. Landeszentrale fr neue Medien (BLM), Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring und dem Vorsitzenden des Medienrates, Dr. Erich Joo - mit Aussprache -



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  redled
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BeitragVerfasst am: Dienstag, 26.05.2009, 02:39 
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Zitat:
-Dringlichkeitsantrag (B’90/Grne): Verflechtungen zwischen BLM und Medienunternehmen - Drs. 16/1261 –

-Dringlichkeitsantrag (SPD): Korruptionsprvention im Bereich der Medienaufsicht des privaten Rundfunks in Bayern - Drs. 16/1274 –


Das sollte man im Auge behalten und evtl. Kontakt zu Abgeordneten suchen.
Der Zeitpunkt ist scheinbar gnstig um Gehr zu finden.
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  eckberk
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BeitragVerfasst am: Dienstag, 26.05.2009, 21:54 
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Neueste Presseberichte (Auszge):
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BILD-Zeitung, Dienstag, 26. Mai 2009, 15:44 Uhr:

BLM-Prsident weist Filz-Vorwrfe erneut zurck

Die Bayerische Landeszentrale fr neue Medien hat Filz-Vorwrfe im Zusammenhang mit der Darlehens-Affre um den frheren Medienratsvorsitzenden Klaus Kopka erneut zurckgewiesen.

Zwar gebe es eine Reihe von Kooperationen mit Medienunternehmen im Freistaat, die zur Strkung des Medienstandortes beitrgen Rolling Eyes , sagte BLM-Prsident Wolf-Dieter Ring am Dienstag bei einer Sondersitzung des Medienrates zur Affre. Das habe aber nichts mit Verflechtungen, Filz oder Amigo-Geschichten zu tun. (...)
Rolling Eyes

http://www.bild.de/BILD/regional/muenchen/dpa/2009/05/26/blmpraesident-weist-filzvorwuerfe-erneut.html
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AUGSBURGER ALLGEMEINE, 26.05.2009 19:25 Uhr:

Der Medienrat zieht erste Konsequenzen

"Nicht statthaft, unmglich, nicht duldbar"

In Bedrngnis: BLM-Prsident Wolf-Dieter Ring.


Die Affre um fragwrdige Darlehen des verstorbenen Medienunternehmers Ralph Burkei an den frheren Vorsitzenden des Medienrats Klaus Kopka muss Konsequenzen fr die Aufsicht ber private Fernseh- und Hrfunkanbieter in Bayern haben. Darin bestand gestern in der Sondersitzung des Medienrats der Bayerischen Landeszentrale fr neue Medien (BLM) Einigkeit unter den Parteien.

Staatskanzleichef Siegfried Schneider (CSU) nannte die Darlehen "nicht statthaft, unmglich und nicht duldbar". (...)

Jetzt holte die Sache die BLM ein. Auch ein 48 Seiten starker Bericht der BLM, der gestern offiziell vorgelegt wurde, lsst offenbar einiges offen.

Staatskanzleichef Schneider forderte, der Frage nach weiteren mglichen Krediten msse die BLM "noch deutlicher nachgehen, als es bisher geleistet worden ist."
(...)
BLM-Chef Ring wies erneut alle Vorwrfe zurck: "Das hat nichts mit Verflechtungen, mit Filz oder gar mit Amigo-Geschichten zu tun." Rolling Eyes (...)


http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Startseite/Artikel,-Nicht-statthaft-unmoeglich-nicht-duldbar-_arid,1620141_regid,2_puid,2_pageid,4288.html



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