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9LIVE - RICHTIG KLASSISCH ABGEZOCKT
ModeratorenCITV_Moderatoren    
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  tablop
nUrmaler
nUrmaler

Alter: 56
Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 99
Wohnort: Iranbuschweg
BeitragVerfasst am: Montag, 18.04.2011, 14:40 
Titel:  
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Habe da mal 2 Fragen:
1. Was ist eine "technische" Wahrscheinlichkeit?
2. Was ist eine "Einwahlchance"?

Villeicht bin ich auch nur zu blde Rolling Eyes
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  Mork vom Ork
Grnes Mitglied

Alter: 52
Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 10888
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Dienstag, 19.04.2011, 17:09 
Titel:
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Ich habe heute die Antwort auf meine an 9LIVE gestellten Fragen bekommen, die ich Euch natrlich nicht vorenthalten mchte.




Sehr geehrter Herr Doehler,

wir danken fr Ihre Mail und dem Interesse an unserem Programm bzw. dem neuen Spielmodus "Direktleitungsmodus".

Bei dem neuen Spielmodus " Direktleitungsmodus" wird der Zeitpunkt der Teilnehmerauswahl nicht mehr willkrlich durch den Redakteur bestimmt, sondern richtet sich allein nach einer mathematischen Wahrscheinlichkeitsvariable. Vor dem Start eines Rtsels wird von dem Redakteur willkrlich im System eine Wahrscheinlichkeit eingestellt, mit der die Teilnehmer die Chance haben, ausgewhlt zu werden, z.B. 1:100 ( = Einwahlchance). Die jeweilige Wahrscheinlichkeitsvariable wird vor dem Start des Rtsels kommuniziert. Auf dieser Basis kann jeder Teilnehmer selbst entscheiden, ob und wie hufig er teilnimmt. Die eingestellte Wahrscheinlichkeitsvariable bleibt whrend der gesamten Dauer des Rtsels gleich und wird nicht verndert. Werden mehrere virtuelle Leitungen eingeblendet, ist jede eingeblendete Leitung mit der gleichen Wahrscheinlichkeitsvariable belegt. Dies hat zur Folge, dass eine Erhhung der Anzahl der eingeblendeten virtuellen Leitungen auch gleichzeitig die Einwahlchance fr den Teilnehmer verbessert.

Beispiel fr die Wahrscheinlichkeitsvariable 1:100:

- 1 virtuelle Leitung: Einwahlchance betrgt 1:100

- 2 virtuelle Leitungen: Einwahlchance betrgt jeweils 1:100 = 1:50 insgesamt.

usw.

D.h. bei unserem Beispiel: bei der Einblendung von zwei virtuellen Leitungen ist die Einwahlchance doppelt so hoch wie bei der Einblendung von einer Leitung. Trifft der Anruf / SMS die voreingestellte, vor dem Rtsel kommunizierte technische Wahrscheinlichkeitsvariable, wird der Teilnehmer zur Lsung des Rtsels direkt (bzw. bei einem SMS-Teilnehmer nach erfolgtem Rckruf) in das Studio durchgestellt.

Im Hinblick auf Ihre Frage zur Anwendbarkeit des 8 Gewinnspielsatzung mchten wir Ihnen mitteilen, dass 8 GWS im rechtskrftigen Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes vom 28.10.2009 zum - von 9Live vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof angestrengten - Normenkontrollverfahren fr unwirksam erklrt wurde."

Wenn Sie Fragen zu dieser Mail, Wnsche oder Anregungen haben, knnen Sie uns auch gerne anrufen: Unter der Rufnummer 09001 – 40 5555 (0,14 EUR/ Min. aus dem Festnetz der Deutschen Telekom AG) sind wir Montag bis Freitag zwischen 18.00 und 19.30 Uhr fr Sie persnlich erreichbar.

Mit freundlichen Gren aus Unterfhring

Ihre 9Live Zuschauerredaktion



Genau das hatte ich erwartet: nmlich, da man nicht wirklich auf meine gestellten Fragen eingehen wird, denn der erste Teil der Antwort ist exakt das selbe, wie es auf der Homepage von 9LIVE zu lesen gibt, nur etwas anders verpackt bzw. formuliert.

Interessant jedoch ist der von mir fett markierte Teil der Antwort! Paragraph 8 ist also durch das Normenkontrollverfahren fr ungltig erklrt worden - d.h. der Veranstalter drfte eigentlich Vollgas geben und den Zuschauer, wenn er es wollte, auch sekndlich zur Mehrfachteilnahme ntigen.

Schaut man sich nun also mal an, was von der aktuellen Gewinnspielfassung noch brig geblieben ist, kann man den Rest eigentlich auch gleich getrost in die Tonne klopfen, denn was bleibt denn dann noch?

U N G L A U B L I C H ! ! !



Nur Sie entscheiden, ob die protokollierten Anrufer echt sind oder nicht.
Die in diesem Beitrag gemachten Aussagen knnen, mssen aber nicht den Tatsachen entsprechen.
Lt. TAZ ein "leidenschaftlicher Hasser von grenzdebilen Anrufsendungen".
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  pleitegeier
01379-Gesperrter
01379-Gesperrter

Alter: 29
Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 591
BeitragVerfasst am: Dienstag, 19.04.2011, 19:16 
Titel:
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Auf einige deiner Fragen wurde allerdings geantwortet.
Du fragst:
Zitat:
Was genau bewirkt diese "technische Wahrscheinlichkeit", bzw. was genau beeinflusst sie?
, und wiederholst diese Frage in verschiedenen Ausfhrungen. SHN hat geantwortet:
Zitat:
...richtet sich allein nach einer mathematischen Wahrscheinlichkeitsvariable.

Und viel genauer ginge es ja fast nur, wenn sie dir den Algorithmus per Mail zuschicken wrden.
Bei jedem eingehenden Anruf springt der Zufallsgenerator an und berechnet, ob ein Anrufer eine "richtige" Leitung getroffen hat, oder eben nicht. Pro Leitung gibt es dabei im Beispiel die Chance 1:100, bei zwei Leitungen also bei 2:100 usw.
Wie das genau technisch abluft und welchen Rechenschlssel der Computer dafr verwendet, wissen wir nicht, aber das Ergebnis sollte klar sein. Ebenfalls geklrt ist damit folgende Frage:
Zitat:
Besagt das Verhltnis der "technischen Wahrscheinlichkeit" womglich die Anzahl der erst einzugehenden Anrufe bevor berhaupt eine Teilnehmerauswahl erfolgt?

Und dass sie dir nicht erklren werden, dass der Redakteur die Wahrscheinlichkeit oft willkrlich in astronomisch tiefe Werte einstellt, um eine lange Durchstellpause zu erzeugen, ohne den Anrufern dies so mitzuteilen, liegt ja wohl auf der Hand.
Zitat:
Bei 20 eingeblendeten, virtuellen Leitungen wird moderiert, da sich die "20-fache Chance!" mit jedem Anruf multiplizieren wrde.
Worauf basiert diese Aussage, wenn doch jeder Anruf/jede SMS auf eine Teilnehmerauswahl hin berprft wird?

Wagnerisches Dummgequatsche eben. Was er damit sagen will, wenn er bei 20 Leitungen von "60facher Chance bei 3 Anrufen" spricht ist, dass man damit eben dreimal die Chance von 20:*eingestellte Wahrscheinlichkeit* hat, durchzukommen. Oder habe ich etwas falsch wiedergegeben?

Mir ist das meiste eigentlich klar geworden, vielleicht habe ich etwas falsch verstanden, aber die Sache ist doch recht einfach: Es wurde ein (Pseudo-)Zufallssystem eingefhrt, dass auch fr lange Durchstellpausen geeignet ist, um noch dreister als sonst, eben "richtig altmodisch", abzocken zu knnen.

Welche Information fehlt dir denn konkret in dieser Antwort?

Zitat:
Interessant jedoch ist der von mir fett markierte Teil der Antwort! Paragraph 8 ist also durch das Normenkontrollverfahren fr ungltig erklrt worden - d.h. der Veranstalter drfte eigentlich Vollgas geben und den Zuschauer, wenn er es wollte, auch sekndlich zur Mehrfachteilnahme ntigen.

Wart es nur ab, bald geht es wieder los wie in den "guten alten Zeiten" Wink
Aber wenn dieser Paragraph gekippt wurde, warum wissen wir dann noch nicht davon? Irgendwo muss das doch mal kommuniziert worden sein, von der BLM oder sonst wem ?? Shocked

Zitat:
Schaut man sich nun also mal an, was von der aktuellen Gewinnspielfassung noch brig geblieben ist, kann man den Rest eigentlich auch gleich getrost in die Tonne klopfen, denn was bleibt denn dann noch?

Die Hotbutton-Lge wurde beseitigt, man muss nun regelmig vorlesen, wie der Spielmodus wirklich funktioniert, hat tolle Einblendungen und... naja, ab und an gibt es ein Bugeldchen Wink

Nein, ich glaube, dieser Sender wird erst tot gehen, wenn die Anruferzahlen soweit runtergehen, dass es sich nicht mehr lohnt.
Die Hinhaltestrategien und Seilschaften innerhalb der Kontrollbehrden waren eben am Ende triumphierend... So scheint es jedenfalls. Man muss eben nur dreist genug sein und gute Juristen an Bord haben, dann geht alles durch Confused
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  Mork vom Ork
Grnes Mitglied

Alter: 52
Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 10888
Wohnort: Berlin
BeitragVerfasst am: Dienstag, 19.04.2011, 19:54 
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Pleitegeier:

wenn Dir diese Antwort reicht, Bitteschn.

Ich jedoch hatte gehofft, man wrde meine Fragen etwas ausfhrlicher beantworten. Im Grunde genommen htten Sie auch einen Link auf Ihre Mitmachregeln senden knnen - dann htten Sie sich eine Menge Schreibarbeit erspart und auch nicht viel mehr verraten.

Nein, die einzige Frage, die sie direkt beantwortet haben, war die letzte Frage, die den Passus mit Paragraph 8 beinhaltete. Allen anderen Fragen sind sie geschickt umgangen, als wrden sie die gewhnliche Anfrage eines Lemming beantworten.

Warum haben sie die Frage Nr. 2 unbeantwortet gelassen, in der ich um eine Begrndung gebeten hatte, mir zu erklren, warum es nun bereits 2x passiert ist, da innerhalb dieses Spielmoduses zu keiner Teilnehmerauswahl gekommen ist. Ebenso unbeantwortet blieb die Frage nach der Grundlage der Entscheidung des Redakteurs. Oder aber auch, warum der Zuschauer nicht bereits im Vorfeld darber informiert wird, da es durchaus passieren kann, da innerhalb der Spielrunde im Direkleitungsmodus auch keine Teilnehmerauswahl erfolgen kann.

Nein, hier wurde keinesfalls eine eMail ausreichend beantwortet, sondern lediglich eine Standardantwort abgegeben. Ich fr meinen Teil finde das ganz und gar nicht befriedigend.



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Die in diesem Beitrag gemachten Aussagen knnen, mssen aber nicht den Tatsachen entsprechen.
Lt. TAZ ein "leidenschaftlicher Hasser von grenzdebilen Anrufsendungen".
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  Danton
Pinnemann
Pinnemann



Beitrge: 212
BeitragVerfasst am: Dienstag, 19.04.2011, 21:35 
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@ Mork vom Ork
Beispiel fr die Wahrscheinlichkeitsvariable 1:100:

- 1 virtuelle Leitung: Einwahlchance betrgt 1:100

- 2 virtuelle Leitungen: Einwahlchance betrgt jeweils 1:100 = 1:50 insgesamt.

usw.
Also fr mich ist das groe Verarsche mit der Wahrscheinlichkeitsvariable
denn ich meine auch bei 2 Leitungen ist die Einwahlchance 1:100.
Simples Beispiel Ein Losbudenverkufrt hat in seinem Eimer ein Gewinn und 100 Nieten,
also Chance 1:100. Jetzt kommt ein 2. Losbudenverkaufer dazu auch mit einem Gewinn und 100 Nieten,
also auch die Chance 1:100. Zusammengerechnet ist die Chance aber 2:200.wodurch sich nichts gendert htte.Und so ist es bei den 2 Virtuellen Leitungen ja auch 2:200 = 1:100.
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  pleitegeier
01379-Gesperrter
01379-Gesperrter

Alter: 29
Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 591
BeitragVerfasst am: Dienstag, 19.04.2011, 23:02 
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Zitat:
Warum haben sie die Frage Nr. 2 unbeantwortet gelassen, in der ich um eine Begrndung gebeten hatte, mir zu erklren, warum es nun bereits 2x passiert ist, da innerhalb dieses Spielmoduses zu keiner Teilnehmerauswahl gekommen ist.

Naja, was sollen sie dir auch schreiben?
Warum es zu keiner Teilnehmerauswahl kam, ist ja ganz einfach: Bei der Wahrscheinlichkeit htte man auch locker noch ein paar Stunden dranhngen knnen, bis es mal klingelt, technisch absolut logisch und leicht zu erklren. Aber wie willst du das formulieren, ohne dass es zwischen den Zeilen gleich klingt wie "wir ziehen die Leute eben knallhart ber den Tisch"? Und zu der Frage, warum die Zuschauer darber nicht informiert wurden, knnten sie dir hchstens sagen: "Das ist, weil, h... weil es gesetzlich eben nicht vorgeschrieben ist und basta!", alles andere wre nur eine Umschreibung fr "der Modus ist halt dazu da, um unsere Mitspieler zu verarschen und am Ende doch alles so zu machen wie bisher." Das kann hchstens noch in blumige Worte verpackt werden, an der Tatsache ndert sich nichts.
Zitat:
Ebenso unbeantwortet blieb die Frage nach der Grundlage der Entscheidung des Redakteurs.

"Der Redakteur entscheidet dies aufgrund des zu erwartenden Anrufaufkommens, der geplanten Lnge des Spiels, anhand der unglaublichen Schwierigkeit des gespielten Find-Michs, anhand der zu erzeugenden Dramaturgie, des Sendungsbudgets, ..."

Welche Erklrung httest du den gern? Wink
Ich fr meinen Teil kann mir nicht vorstellen, dass da irgendetwas Zufriedenstellendes bei herauskommen kann.
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  Callpassive
CITV.NL Moderator


Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 2471
Wohnort: Ruhrgebiet
BeitragVerfasst am: Mittwoch, 20.04.2011, 11:26 
Titel:
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Also ... rein inhaltlich habe ich keine Probleme mit den Angaben zu den Wahrscheinlichkeiten - auch nicht mit der Erhhung der Durchstellwahrscheinlichkeit bei der steigenden Anzahl von Leitungen. Das ist bei einer Ausgangswahrscheinlichkeit von 1:1 Mio sowieso egal.

Ich kann auch nachvollziehen, dass es bei einer Wahrscheinlichkeit von 1:200 eher klingeln kann, als bei 1:100. Gleiches gilt, wenn es bei einer Wahrscheinlichkeit von 1:1.000 in einer Sendung deutlich frher bimmelt, als in einer anderen Sendung mit der gleichen Wahrscheinlichkeit. Das ist - ausnahmsweise - tatschlich Zufall.

Mich strt eben nur, dass die Zuschauer nicht permanent ber die aktuelle Durchstellwahrscheinlichkeit informiert werden. Solche uerungen sind dazu wenig erhellend:
« 9Live Zuschauerredaktion » hat Folgendes geschrieben:
Die jeweilige Wahrscheinlichkeitsvariable wird vor dem Start des Rtsels kommuniziert. Auf dieser Basis kann jeder Teilnehmer selbst entscheiden, ob und wie hufig er teilnimmt.

Jooo - es sei denn, er hat die "kommunizierte" Wahrscheinlichkeit nicht mitbekommen, weil er z.B. spter eingeschaltet hat, sich etwas zu trinken geholt hat oder auf auf'm Klo war. Dann hat er leider Pech gehabt. Rolling Eyes



Ich habe mal die Urteilsbegrndung (PDF) des BayVGH zur Gewinnspielsatzung berflogen. Zur Mehrfachteilnahme findet man dort auf S. 35:
« Urteilsbegrndung BayVGH » hat Folgendes geschrieben:
Der mit diesen Verboten verfolgte Zweck lsst sich zwar anhand der amtlichen berschrift des 8 GS ("Schutz der Nutzerinnen und Nutzer vor bermiger Teilnahme") eindeutig bestimmen. Er ist aber von der Normsetzungsermchtigung des 46 i. V. m. 8 a RStV nicht mehr gedeckt. Der Rundfunkgesetzgeber will mit diesen Vorschriften, wie schon an anderer Stelle dargelegt (s.o. II.1.a.aa.), lediglich fr eine hinreichende Transparenz der Ablufe sorgen und irrefhrende Aussagen oder Spielgestaltungen ausschlieen. Dagegen kann dem Staatsvertrag, der auch private Rundfunkgewinnspiele erlaubnisfrei zulsst ( 8 a Abs. 1 Satz 1 RStV), nicht die Absicht entnommen werden, potentielle Nutzer selbst nach Erreichen der Volljhrigkeit von einer (wiederholten) Teilnahme generell abzuhalten.

Die Vorschriften des Staatsvertrags dienen – anders als im allgemeinen Glcksspielrecht ( 1 GlStV) – nicht der vorbeugenden Bekmpfung der Spielsucht, sondern nur der Gewhrleistung fairer und interessengerechter Spielablufe. Dass der Gesetzgeber darber hinaus auch voll geschftsfhige Rundfunkteilnehmer vor einer "bermigen", das eigene Vermgen erheblich beeintrchtigenden Spielteilnahme bewahren wollte, geht aus dem geltenden Recht nicht hervor. Weder der Gesetzeswortlaut noch die Gesetzesmaterialien (LT-Drs 15/9667 S. 15) bieten Anhaltspunkte fr eine solche Auslegung. Auch das Gebot des Teilnehmerschutzes ( 8 a Abs. 1 Satz 2 RStV) und das Verbot der Schdigung von Teilnehmerinteressen ( 8 a Abs. 1 Satz 3 RStV) geben insoweit nichts her. Beide Regelungen zielen nach dem Regelungszusammenhang lediglich auf den Schutz der Teilnehmer gegenber dem Veranstalter, nicht dagegen auf den Schutz vor einer (Mehrfach-) Teilnahme und damit vor einem eigenen Verhalten, das zu Selbstschdigungen fhren kann.

Es geht im Rundfunkstaatsvertrag, auf dem die GewSpSat beruht, nicht um Spielsucht oder um den Schutz der Zuschauer vor hohen finanziellen Verlusten. Das ist traurig, aber wahr. Es ist aber auch logisch, weil die Fernsehsender ansonsten ihre Votings oder die "schwierigen" Gewinnspielfragen ebenfalls in die Tonne kloppen mssten. Das muss aus Sicht der Medienkonzerne auf jeden Fall verhindert werden.

Zwei weitere Abschnitte aus der Begrndung sind auch interessant. Einmal bzgl. des Auswahlmechanismus' (S. 33):
« Urteilsbegrndung BayVGH » hat Folgendes geschrieben:
(...) und dass sowohl der Zeitpunkt als auch die Auswahl der Nutzerinnen und Nutzer dem Zufallsprinzip unterworfen sind.

Bekanntlich wird der Zeitpunkt fr eine Durchstellung beim HB und im Leitungsmodus durch den Redakteur bestimmt und hat mit Zufall genau nichts zu tun. Dieser Widerspruch zwischen der Urteilsbegrndung bzw. 5, Satz 3 der Satzung und den MMR von 9Live scheint aber keinen zu stren.

Dann noch etwas zur Irrefhrung auf S. 34f:
« Urteilsbegrndung BayVGH » hat Folgendes geschrieben:
Das Tatbestandsmerkmal "irrefhren" verlangt demnach vom Rechtsanwender keine empirischen Feststellungen zu der Frage, ob bei einer bestimmten Mindestzahl von Personen tatschlich ein Irrtum hervorgerufen wurde, sondern lediglich eine Auslegung und inhaltliche Bewertung der hierfr in Betracht kommenden uerungen im jeweiligen Kontext. Ist die Spielgestaltung danach insgesamt darauf angelegt, das Zielpublikum zu unrichtigen Schlussfolgerungen zu veranlassen, so muss sie im Rechtssinne als "irrefhrend" gelten.
(...)
Das mgliche, aber nicht schutzwrdige Interesse von Programmveranstaltern, durch ungenaue Angaben zu den Spielbedingungen einen sog. Spannungsbogen aufzubauen und damit die Attraktivitt ihrer Sendungen erhhen, muss gegenber dem staatsvertraglich festgeschriebenen Transparenzgebot zurckstehen.

Hier wird also przisiert, was Irrefhrung bedeutet. Das scheint aber keinen groen Einfluss auf das Gelaber der Animateure zu haben. Vor allem nicht bei Tina Kaiser.

« MvO » hat Folgendes geschrieben:
d.h. der Veranstalter drfte eigentlich Vollgas geben und den Zuschauer, wenn er es wollte, auch sekndlich zur Mehrfachteilnahme ntigen.

Jepp - knnte er. Die Frage ist, warum er es nicht macht bzw. nur im Direktleitungsmodus. Vielleicht hat 9Live doch Bedenken, dass stndiges Aufrufen zur Mehrfachteilnahme abschreckend wirkend knnte. Oder sie wollen in dem neuen Modus testen, wie die Peaks darauf reagieren.



Wir sind alle Individuen
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  Nobbse
Mehrfachgewinner
Mehrfachgewinner



Beitrge: 126
BeitragVerfasst am: Samstag, 28.05.2011, 22:35 
Titel:
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So im Nachhinein kommt es mir so vor, als htte man bei der Geburt dieses Direktleitungsmodus schon gewusst, dass die Tage gezhlt sind. Man wollte nur noch das Experiment machen, wie es denn gelaufen wre, wenn man den Zuschauern bzgl. Ihrer Gewinnchancen "reinen Wein" eingeschenkt htte - und um der BLM explizit zu zeigen:

Zitat:
Seht her: da machen wir mal ein Spiel ohne redaktionellen Hotbutton sondern mit reinen technisch realisierten Gewinnchancen! So fair, wie ihr das immer von uns verlangt habt! Und wir sagen auch noch die echten Chancen dazu! Aber damit lsst sich weder Geld verdienen noch Zuschauer berzeugen. Seht ihr die Anrufzahlen? Seht ihr sie? Wisst ihr jetzt warum wir die ganze Zeit so agieren mussten wie wir es taten? ...
Rolling Eyes
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  Durchstellpausenhasser
nUrmaler
nUrmaler


Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 70
BeitragVerfasst am: Dienstag, 11.09.2012, 17:56 
Titel:
 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden

Wurde dieser Modus eigentlich bis zum Ende von 9Live weitergespielt oder wurde er irgendwann wieder aufgegeben?



Das schlimmste an Call-In sind die Durchstellpausen! Da hat man eine 0%ige Gewinnchance!
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